Keine Nachzahlung der Rente

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Frage von: Tommy am: 12.03.2018 - 21:14 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 264 mal gelesen)

Moin, ich habe das Problem, dass meiner Mutter ihre Rente für gut 14 Monate angeblich nicht nachgezahlt werden kann. Meine Mutter ist im Oktober 2016 65 geworden und im September 16,hatten wir auf Anschreiben der Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, einen Rentenantrag gestellt. Die Bearbeitung hat sich immer wieder hingezogen, manche Formulare hat meine Mutter bestimmt 5 mal ausgefüllt. Im Dezember 2017 haben wir einen Rentenältesten hinzugezogen der als erstes einen neuen Antrag gestellt hat. Weil unsere Anträge vorher wohl Hannover nie verlassen hatten und Braunschweig anscheinend zuständig ist. Was mich schon direkt gewundert hat, denn allem Anschein nach ist es ja eine Behörde. Mal davon abgesehen, dass die Bearbeitung auch wieder über 4 Monate gedauert hat sagte nach einem Telefonat heute eine Mitarbeiterin, dass meine Mutter keinen Anspruch auf eine Nachzahlung der restlichen Monate hätte, weil diese wohl "verjähren". Ist das rechtens? Immerhin steht doch jedem nach SGB, Paragraph weiß ich jetzt nicht, eine Altersrente zu wenn diese Person ein Mindestalter erreicht und mindestens 5 Jahre eingezahlt hat. Beide Kriterien sind erfüllt.

Ich hoffe, dass meiner Mutter und mir jemand helfen kann oder uns einen Tipp geben kann wo man uns hilft.

Danke im Voraus

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von: rentenkenner am: 12.03.2018 - 21:51 Uhr

Ich würde ich mal zur Rentenstelle persönlich gehen und dort im Gespräch mit einem Sachbearbeiter versuchen zu klären wo die Probleme mit diesem Antrag liegen bzw. was die Probleme sind.

Es soll kein Vorwurf an Sie sein, aber warum haben Sie das nicht schon längst gemacht ?

Bringt ein Gespräch bei der DRV keine Klärung ziehen Sie einen Rentenberater hinzu, ggf. auch (gleich) einen Rechtsanwalt für Rentenrecht.

Grundsätzlich wird Rente nur auf Antrag gezahlt. Wird der Antrag später gestellt als es möglich wäre, werden max. 3 Monate rückwirkend Rente nachgezahlt.

Zu klären ist, wie haben Sie den Antrag gestellt, war er vollstängig, war er richtig u.s.w. ? Ist der Antrag von der DRV als gültig akzeptiert. Wenn nicht, warum nicht und warum hat die DRV sich deswegen nicht bei Ihnen gemeldet und weitere Informationen angefordert?

All das sollten Sie im Gesüräch klären.

Empfohlen ist einen Rentenantrag ca. 3 Monate vor Rentenbeginn zu stellen. Meistens dauert die Bearbeitung 4-6- Wochen, bei ungklärtem Rentenverlauf kann das natürlich auch länger dauern.

In Ihrem Fall könnte es zum Streitpunkt werden wann (Datum) der Rentenantrag als gestellt gilt. Weiter ist zu klären, zu welchem Datum und aus welchen Gründen die DRV den Rentenantrag als gestellt ansieht.

Das Datum des Rentenantrags ist relevant für den Beginn der Rentenzahlung.

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von: Gernot Telschow am: 12.03.2018 - 22:05 Uhr

Nur der Vollständigkeit halber: ein Rentenantrag gilt dann als gestellt, wenn ich einem Träger der gesetzl. Rentenversicherung ein von mir unterzeichnetes Papier übergebe, auf dem steht: hiermit beantrage ich meine Altersrente. Außerdem sollten auf dem Papier meine persönlichen Daten, möglichst auch meine Versicherungsnummer stehen. Alle Vordrucke, die ich dann von der RV zugeschickt bekomme dienen nu dazu, die RV in die Lage zu versetzen, meinen Antrag zu bearbeiten.

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von: rentenkenner am: 13.03.2018 - 13:30 Uhr

Wenn man den Rentenantrag per Post schickt oder persönlich abgibt erhält man kurze Zeit später eine Bestätigung per Post. Darin steht, der Rentenantrag wird bearbeitet. Wenn nach einigen Wochen diese Bestätigung nicht kommt sollte man aktiv werden und nicht einfach warten.

Im obigen Fall erscheint mir das aber nicht so eindeutig, dass der Ablauf so war wie er sein sollte.

Was soll man nun von einem Rentenältesten halten, der bei der unklaren Sachlage nur einfach einen neuen Antrag stellt ? Der sieht dabei ganz schön alt aus ...

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