Verjährung

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Frage von: Sabine am: 02.02.2018 - 13:02 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 420 mal gelesen)

Hallo,
ich habe mich als Dozentin rückwirkend Anfang 2017 zur Pflichtversicherung gemeldet. Nun erhalte ich heute, 2018, eine "Rechnung". Gilt die Verjährung ab 2017 oder ab 2018? Danke Sabine

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von: Gernot Telschow am: 03.02.2018 - 08:37 Uhr

Ich vermute mit "Rechnung" meinen Sie einen Beitragsbescheid für zurückliegende Jahre.

Zu Ihrer Frage nach der Verjährungsfrist: für Beitragsforderungen (die nicht durch vorsätzliche Beitragshinterziehung des Beitragspflichtigen entstanden sind) gilt eine Verjähungsfrist von 4 Kalenderjahren. Der Lauf dieser Frist ist allerdings gehemmt, solange die Behörde ermittelt.

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von: Sabine am: 03.02.2018 - 09:15 Uhr

Guten Morgen,
ja, es ist ein Bescheid. Die Behörde hat sich 12 Monate Zeit gelassen für eine Ermittlung. Trotz dieser ungewöhnlich langen Bearbeitungszeit habe ich also keine Vorteile (Verjährung)? Dann könnte die Behörde sich ja auch viele Jahre Zeit nehmen, etwas zu bearbeiten - es geht in Vergessenheit und irgendwann gibt es einen Bescheid? Klingt nicht Kundenfreundlich. Viele Grüße Sabine

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von: Gernot Telschow am: 03.02.2018 - 09:25 Uhr

Nein, unangemessen lange 'Ermittlungszeiten' unterstützt das Gesetz nicht.

Zur 'Kundenfreundlichkeit' in Ihrer Fallkategorie: der Leistungsfall hat Vorrang vor dem Beitragsfall. Ich räume allerdings ein, dass eine einjährige 'schweigende' Ermittlung grenzwertig ist.

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