Fortzahlung RV bei langfristiger Krankheit

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Frage von: D. Gronau am: 17.01.2018 - 10:46 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 333 mal gelesen)

Guten Tag,
ich bin privat versichert (Angestellte), seit dem 1.12.2017 krankgeschrieben und bekomme eine Entgeltfortzahlung bis 31.5.2018. Anschließend erhalte ich das von meiner KV ein Krankentagegeld.
DIn die RV zahle ich monatlich ca. 530 € ei, die direkt von meinem Entgelt abgehen.
Nach dem 1.6.2018 würde dies mein Arbeitgeber nicht mehr zahlen da ich auch keine Entgeltfortzahlung mehr erhalte.
Muss ich die RV aus meinem Krankentagegeld in voller Höhe begleichen oder welche Verfahrensweise ist hier zu beachten?

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Antwort:


von: Gernot Telschow am: 17.01.2018 - 17:12 Uhr

1. In Ihrer Fallkonstellation besteht für die Zeit nach Ende der Entgeltfortzahlung die Wahl zwischen Beitragslücke, Antragspflichtversicherung oder freiwilliger Versicherung.

2. Beitragslücke u. freiw. Versicherung führen zum Verlust des Schutzes auf Rente wegen Erwerbsminderung, wenn sie 24 Monate lang andauern.

3. Antragspflichtversicherung läuft erst ab schriftl. Antrag an die RV (Email reicht nicht - Fax ist akzeptabel).

4. Beitragshöhe bei freiwilliger Versicherung: mindestens 83,7 € max 1.209 € je monat.

5. Beitragshöhe bei Antragspflichtvers.: 18,6% aus 80% des monatl. Brutto-Arbeitsentgeltes, das Sie vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit erzielt haben, soweit es beitragspflichtig in der RV war (Höhe nicht verhandelbar, Beitragsberechnungsgrundlage ist nachzuweisen).

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