Altersrente für Schwerbehinderte

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Frage von: Friedhelm am: 24.11.2017 - 21:43 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 305 mal gelesen)

Guten Tag,
meine Frau ist Jahrgang 02.1957 und bis heute
44 Jahre + 4 Monate Rentenbeiträge gezahlt.
Darüber hinaus hat sich 70 % GdB, befristet
bis zum Nov. 2020.
Sie bezieht seit dem 01.08.2016 Krankengeld
und wird Ende Jan. 2018 ausgesteuert sein.
Z. Zt. befindet sie sich in einer Reha. Dort hat man ihr bereits gesagt, dass sie in ihrem
alten Beruf nicht mehr arbeiten kann.
Meine Frage: Welchen Rentenantrag sollte sie jetzt stellen ?
Ist es sinnvoll den Antrag direkt in der Reha zu stellen ?

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Antwort:


von: Gernot Telschow am: 26.11.2017 - 12:19 Uhr

Wenn Ihre Frau bereit ist, den Abschlag von 10,8%, der für eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen ab 01.02.2018 droht, in Kauf zu nehmen, würde ich an der Stelle Ihrer Frau sowohl Rente wegen Erwerbsminderung, als auch die genannte Altersrente beantragen.

Will sie das Risiko des relativ hohen Abschlags auf die Altersrente vermeiden, bleibt nur die Rente wegen Erwerbsminderung - so schnell wie möglich aber auch Antrag auf Arbeitslosengeld, weil sich nicht einschätzen lässt, wie lange ein Rentenverfahren wegen Erwerbsminderung dauert.

Antrag in der Reha? warum nicht, wenn sich dort jemand findet, der den Antrag aufnimmt.

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von: Friedhelm am: 26.11.2017 - 14:28 Uhr

Vielen Dank für Ihre Ausführungen, Herr Telschow. Zwei Fragen habe ich noch.
Um wieviel Prozent sind die Abschläge der Erwerbsminderungsrente geringer ?

Gibt es auch ALG 1, wenn man dem Arbeitsmarkt
wegen Krankheit nicht zur Verfügung steht ?

Danke im voraus für Ihre Antwort

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von: Gernot Telschow am: 26.11.2017 - 19:32 Uhr

Der Rentenabschlag wäre bei einer Rente wegen Erwerbsminderung nur geringer als 10,8%, wenn diese nach dem 01.02.2018 beginnen würde. Entscheidend ist aber, dass die Berechnungsregeln für die Rente wegen Erwerbsminderung in der Regel zu einer höheren Rente führen, als die Berechnungsregeln für die Altersrente. Ob das auch bei Ihrer Frau so ist, kann ich nicht beurteilen, müsste sich aber ansatzweise aus der jüngsten Renteninfo ergeben.

Antwort auf Ihre 2. Frage: grundsätzlich ja, wenn die Voraussetzungen des § 145 SGB III vorliegen. Hier ist aber darauf hinzuweisen, dass eine evtl. bestehende krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit Ihrer Frau nicht 'automatisch' bedeutet, dass sie dem 'allgemeinen Arbeitsmarkt' nicht zur Verfügung steht.

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von: Friedhelm am: 26.11.2017 - 20:02 Uhr

Vielen Dank.

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