Abschläge bei Altersrente nach Erw.-mind.-Rente?

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Frage von: Elisa am: 02.10.2017 - 13:47 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 234 mal gelesen)

Guten Tag,

ich bin weiblich und habe Anfang Sept. 2017 das 63. Lebensjahr vollendet.
Vor drei Monaten habe ich wg. vorausgehender mehrjähriger Erkrankung
ohne durchgreifende Besserungaussicht einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ab dem 1.7.2017 gestellt.
Sofern der Antrag anerkannt wird und Erw.-mind.-Rente bis zum Beginn der regulären Altersrente gezahlt wird, muss ich wohl mit einem Abschlag von 10,5 zu rechnen, denn die Regelaltersrente bei Erreichen der Regelaltersgrenze beginnt für mich am 1.6.2020 (=35 Monate seit dem 1.7.17).

Nun meine Fragen:
Auf der Seite http://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS/Alter/Rente_Ruhestand/Erwerbsminderung/erwerbsminderung_inhalt.html?nn=277130¬First=true&docId=373456
las ich:
"Der für die Erwerbsminderungsrente geltende Abschlag bleibt im Allgemeinen auch bei einer Folgerente, zum Beispiel einer Altersrente, bestehen. "

Ist das richtig? Was heisst "im Allgemeinen"? Wenn die Aussage zutrifft, wäre es dann für mich u. U. günstiger auf die Erwerbsminderungsrente zu verzichten.

Besten Dank und Gruss
Elisa

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Antwort:


von: Gernot Telschow am: 02.10.2017 - 20:01 Uhr

1. 'Im Allgemeinen' bedeutet in der vorliegenden Fallkonstellation "Umstellung einer Rente wegen voller Erwerbsminderung (EMR) auf Altersrente (AR)", dass der Abschlag, den die rentenrechtlichen Entgelpunkte erfahren haben, die Gegenstand der Berechnung der EMR waren in die AR übernommen werden; nur wenn nach dem Beginn der EMR noch Entgeltpunkte dazu 'verdient' werden, erhalten diese den Abschlag, der für den Beginn der AR maßgeblich ist.

2. Maßgeblich für die Festlegung des Abschlags der EMR ist nicht das Antragsdatum, sondern der Beginn dieser Rente. Der kann deutlich vom Antragsdatum abweichen.

3. Wegen des Abschlags die Rente zu verschieben, lohnt sich in der Regel nicht.

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Antwort:

Rentenberatung Schilbach

(am 07.10.2017 - 15:32 Uhr)

Bei Erwerbsminderungsrenten wird der Abschlag nicht bezogen auf die Regelaltersgrenze, sondern bei Rentenbeginn im Jahr 2017 grundsätzlich auf das 63. Lebensjahr + 11 Monate ermittelt. Sie hätten also voraussichtlich einen deutlich geringeren Abschlag in Kauf zu nehmen. Sofern auch eine Schwerbehinderung vorliegt und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt ist, könnte ggf. auch eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragt werden.

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