Arbeitslos nach 45 Beitragsjahren

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Hallo, ich bin im Oktober 1955 geboren und habe im Juni 2018 540 Beitragsmonate. Mein möglicher abschlagsfreier Rentenbeginn ist der 01.Mai 2019. Kann ich mich vom 01.Juli 2018 bis 30.April 2019 arbeitslos melden ohne
das mir dadurch ein Nachteil entsteht?
Schon mal vorab danke für eine Information

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von: Gernot Telschow am: 17.04.2017 - 22:08 Uhr

Wenn Sie im Juni d.J. bereits die Wartezeit von 45 J erfüllen, ist eine spätere Arbeitslosigkeit in der FRage der abschlagsfreien Rente nicht von nachteiliger Wirkung.

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von: rentenkenner am: 19.04.2017 - 21:50 Uhr

warum wollen Sie nur 1 Jahr ALG1 in Anspruch nehmen ?

Ihnen stehen 24 Monate ALG 1 Bezug zu.

Wenn Sie die Arbeitslosigkeit selbst herbei führen, z.B. einfach kündigen, gibt es allerdings eine Sperre von 3 Monaten und eine Kürzung von 3 Monaten. Dann wären es nur 18 Monate.

Finanziell stellen Sie ich aber besser wenn Sie 24 Monate ALG 1 in Anspruch nehmen. Die Arbeitsagentur zahlt weiter Rentenbeiträge auf 80% Ihres bisherigen Sozialversicherungspflichtigen Einkommens und das erhöht Ihre Rente.

In der Regel ist ALG1 auch höher als die Rente und es ist steuerfrei (nur Steuerprogressions erhöhend wenn Sie noch weiter steuerpflichtige Einkünfte haben).
Die ALG1 Sperre bewirkt, dass Sie allerdings 2 Monate kein Einkommen haben. Es bleiben aber noch 18 Monate ALG1.

Alles in allem sind 24 Monate bzw. 18 Monate nach Sperre und Kürzung meistens die beste Lösung.

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von: rentenkenner am: 19.04.2017 - 21:52 Uhr

Kleiner Tippfehler , so ist es richtig :

Die ALG1 Sperre bewirkt, dass Sie allerdings 3 Monate kein Einkommen haben.

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von: Michael Eberling am: 22.04.2017 - 17:53 Uhr

Da ich erst im Juni 2018 !!! meine 540 Monate voll habe, habe ich ja nur noch eine Zeitspanne von 10 Monaten um zum 01.Mai 2019 die abschlagsfeie Rente zu beziehen. Okay ich habe dann wohl eine 3-monatige Sperre (dann mach ich mal einen auf Privatier :-) )habe aber ansonsten mit keinen weiteren Beschränkungen zu rechnen, wenn ich bis jetzt alles richtig verstanden habe.

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von: rentenkenner am: 24.04.2017 - 21:56 Uhr

so ist es , die 3 Monate werden Sie sicher auch problemlos überleben ... um dann die Rente zu genießen

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von: Michael Kaiser am: 29.09.2017 - 14:20 Uhr

Kann man denn in diesem Beispiel über den abschlagsfreien Rentenbeginn vom 1.7.2019 hinaus ALG1 beziehen und dann erst in Rente gehen? So habe ich das von "Rentenkenner" verstanden.
Also konkret in meinem Fall:
45 Jahre voll am 1.8.2021. Möglicher abschlagsfreier Rentenbeginn 1.8.2022.
ALG1 vom 2.8.2021-2.8.2023 und dann abschlagsfreier Rentenbeginn?

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von: rentenkenner am: 02.10.2017 - 12:07 Uhr

ALG1 wird max. bis zum Regelrenteneintritt gezahlt.

Wenn man berechtigt ist ggf. mit Abschlag früher als zum Regelrenteneintritt in Rente zu gehen gehen, heisst das nicht das man dazu gezwungen werden kann. Es ist möglich anstelle eines früheren Rentenbeginns ALG1 zu beziehen, wenn dazu die Voraussetzungen für ALG1 gegeben sind. Das ist sogar von Vorteil, weil in vielen Fällen ALG1 höher ist als die Rente, darauf keine Steuer anfällt (nur Progressionsvorbehalt) und noch wichtiger weiter Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt werden und damit die Rente steigt. Allerdings, wie schon geschrieben, am Termin Regelrentenbeginn ist Schluss mit ALG1.

Wenn also Ihre Regelrentenbeginn ab 8.2003 ist, dann können Sie ALG1 bis dahin beziehen.

Die Sperrfristen für ALG1 sollten Sie aber noch beachten..

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von: rentenkenner am: 02.10.2017 - 13:25 Uhr

Auf Ihre Datumsangaben bezogen ...

wenn eine Sperre / Kürzung anfällt wegen Eigenverschulden der Arbeitslosigkeit (z.B. bei freiwilliger Beendigung des Arbeitsverhältnisse) dann


8-10 / 2021 Sperre (= kein ALG1 +
Kürzung der Dauer des Anspruchs um 1/4, also nicht 24 Monate ALG1 sondern nur 18.

11/2021 - 4/2023 ALG1

ab 5/2023 Rente ohne Abschlag

wenn keine Sperre erfolgt :

8/2021 - 7/2023 ALG1

ab 8/2023 Regelrentenbeginn




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von: Hella am: 30.01.2018 - 12:20 Uhr

Hallo, bin ich während der 3- monatigen Sperre weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung (freiwillig) versichert und wer zahlt die Beiträge?

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von: rentenkenner am: 01.02.2018 - 16:51 Uhr

wenn eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe eintritt so sind sie 1 Monat noch über den alten Arbeitgeber (AG) nachversichert in der Krankenversicherung (KV)(geregelt im SGB V).

Nach diesem Monat übernimmt die Zahlung in die KV die Bundesagentur für Arbeit (BA). Das heißt sie sind durchweg KV versichert.

Lediglich Beiträge in die Rentenversicherung werden während einer Sperrzeit nicht abgeführt.

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von: Gernot Telschow am: 01.02.2018 - 18:19 Uhr

Gilt der nach § 19 SGB V nachwirkende Leistungsanspruch auch für Beschäftigte, die freiwillig in der gesetzl. KV versichert waren?

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von: rentenkenner am: 02.02.2018 - 15:35 Uhr

freiwillig Krankenversicherte haben keinen nachgehenden Leistungsanspruch.


warum stellen Sie die Frage , wenn in der Frage die Antwort schon erkennbar ist .... (Herr Lehrer ich weiss was .... sag es aber nicht ...)


Ist das hier Beratung oder Ratespiel ?

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