Anrechnung Frauensonderstudium bei Rente

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Frage von: Renate am: 23.06.2015 - 14:05 Uhr gestellt
(Beitrag bzw. Frage wurde 1844 mal gelesen)

Ich habe von 1972 bis 1975 als Alleinerziehende mit 2 kleinen Kindern ein Frauensonderstudium gemacht. Dazu wurde ich vom Betrieb delegiert und bekam einen Gehaltsausgleich bis 80%. Im RVA ist diese Zeit nur als "Student" belegt, weshalb diese Jahre keine Berücksichtigung fanden bei der Altersrente. Meiner Meinung nach hat der Betrieb für mich Versicherungsabgaben bezahlt, deshalb habe ich bereits vor Ablauf der Aufhebungsfrist der Unterlagen mehrfach Auskunft von dieser Stelle erbeten, ich bekomme keinerlei Informationen. Wie ist die Verfahrensweise und gibt es Hoffnung auf die Berücksichtigung dieser Jahre bei der Rente? Ich bin 66 Jahre und beziehe seit 01.07.2012 Altersrente für Frauen, natürlich mit Abzügen.
Vielen Dank für Ihre Auskunft und Viele Grüße von Renate

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von: Gernot Telschow am: 24.06.2015 - 07:45 Uhr

Meiner Meinung nach besteht keine Aussicht, dass dieses Studium als Beitragszeit für die Berechnung Ihrer Rente berücksichtigt wird. Berücksichtigung würde nicht nur die Zahlung voller Beiträge in die Sozialversicherung voraussetzen, sondern auch, dass nicht das Studium, sondern beitragspflichtige Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis im Fordergrung standen. Nach meiner Kenntnis der damaligen Verhältnisse in der DDR hat es sich bei den Zahlungen, die Sie damals vom Betrieb erhalten haben, um ein Stipendium gehandelt. Solche Zeiten mögen zwar nach den Regeln der SV der DDR 'Arbeitsjahre' gewesen sein. Damit werden sie aber nicht zu 'Beitragsjahren' nach dem heute geltenden Recht.

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von: Siegel am: 08.08.2018 - 18:12 Uhr

Und aus welchem Grund werden die heutigen Werksstudenten dann anders behandelt? Sie sind dem Status nach auch Studenten und erhalten Entlohnung von ihren Betrieben. Die Frauen, welche in der DDR gearbeitet haben, werden nur bestraft, Tage zur Pflege des kranken Kindes werden von der Rentenberechnung abgezogen und das Studium auch.

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von: Gernot Telschow am: 09.08.2018 - 16:37 Uhr

1. Die rentenerhöhende Wirkung der Zahlungen, die "Werkstudenten" von Ihren Arbeitgebern erhalten, ist davon abhängig, ob sie beitragspflichtiges Entgelt erhalten und die Beitragspflicht ihrerseits ist im wesentlichen davon abhängig, dass der 'Werkstudent' neben dem Studium im Betrieb abeitet.

2. Haben Sie zu dem Thema "Pflege des Kindes" mal überprüft, ob diese Tage in die rentenerhöhend wirkenden "ATA" addiert wurden?

3. Das in der DDR absolvierte Hochschulstudium erfährt rentenrechtlich keine andere Behandlung als das Hochschulstudium in den 'alten Bundesländern'.

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