Begriffserklärungen

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Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist Bestandteil der gegliederten Sozialversicherung. Sie ist eine Versicherung zum Schutz des Einzelnen und der Familie, die Leistungen zur Rehabilitation erbringt und bei Erwerbsminderung, Alter und Tod Rente zahlt. Die Finanzierung erfolgt aus Beiträgen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie aus Bundeszuschüssen. Das wichtigste Regelwerk ist das Sozialgesetzbuch VI (SGB VI). Versicherungsträger ist die „Deutsche Rentenversicherung“.

Betriebliche Altersversorgung

Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ein Teil ihres Arbeitsentgeltes in eine betriebliche Altersversorgung fließt. Es gibt verschiedene Formen der betrieblichen Altersversorgung.

Selbständige „zwangsgeschützt“

Der Gesetzgeber hat Selbständige, die auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind und im Zusammenhang mit ihrer selbständigen Tätigkeit keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen, in der gesetzlichen Rentenversicherung „zwangsversichert“. Dies betrifft auch andere Selbständige in bestimmten Berufen, die aus Sicht des Gesetzgebers besonders schutzwürdig sind. Es besteht Versicherungspflicht. Darauf gehen wir auf unseren Informationsseiten ein.

Berufsständische Versorgung

Die Berufsständischen Versorgungswerke sind Sondersysteme, die für die kammerfähigen freien Berufe der Ärzte, Zahn- und Tierärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer usw. die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung sicherstellen. Das wichtigste Regelwerk ist die jeweilige Satzung des Versorgungswerkes. Über Details informieren die Versorgungswerke.

Beamtenversorgung

Die Versorgung der Beamten basiert auf verfassungsrechtlich verankerten Grundsätzen (Alimentationsprinzip, Fürsorgepflicht). Sie sichert die Beamten im Alter und bei Dienstunfähigkeit ab. Die Beamtenversorgung ist ein eigenständiges Versorgungssystem und unterscheidet sich grundsätzlich von der beitragsgestützten gesetzlichen Rentenversicherung. Sie ist beitragsfrei. Das wichtigste Regelwerk ist das Beamtenversorgungsgesetz. Es regelt die Versorgung einheitlich für alle Versorgungsempfänger des Bundes, der Länder, der Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie der Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Private Versicherungsunternehmen

Die privaten Versicherungsunternehmen bieten zahlreiche Produkte an (z. B. Haftpflicht-, Gebäude-, Hausrat-, Kranken- und Unfallversicherung). Sie haben auch Vorsorgeprodukte entwickelt, z. B. die Lebens- und Rentenversicherungen. Der Versicherungsnehmer schließt mit dem Unternehmen einen Versicherungsvertrag ab. Die private Rentenversicherung zahlt zu dem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt eine Rente. Die Höhe der Rente ist von den vertraglich vereinbarten Prämien abhängig. Die wichtigsten Regelwerke sind der Versicherungsvertrag und die Versicherungsbedingungen des jeweiligen Unternehmens.

Rürup-Rente, Riester-Rente

Rürup-Rente und Riester-Rente sind private Rentenversicherungen. Sie sind alleine auf die Vorsorge des Vertragsinhabers ausgerichtet. Sie können weder ausgezahlt noch vererbt oder beliehen werden. Die Beitragszahlung wird steuerlich oder durch Zulagen staatlich gefördert. Ansprechpartner sind Versicherungen, Banken und Sparkassen.

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